Ratgeber · Handwerker-Website

Handwerker-Website: die 7 Bausteine, die Anfragen bringen, und was du weglassen kannst

Was auf eine Handwerker-Website gehört: 7 Bausteine mit Beispielen je Gewerk, was du weglassen kannst und wie viele Seiten dein Betrieb braucht.

8 Minuten LesezeitStand 05.10.2026Von den Seitenschleifern

In diesem Ratgeber
Handwerker steht ratlos mit einem Zettel zwischen Regalen voller Schrauben im BaumarktSymbolbild KI
Die richtigen Bausteine finden. Hier stehen die sieben.

Stell dir einen Häuslbauer im Bezirk Oberwart vor. Sonntagabend, Handy am Küchentisch, er tippt „Elektriker Oberwart PV“. Google zeigt ihm drei Betriebe mit Website und einen Anbieter aus Graz mit schönem Auftritt. Dein Betrieb baut seit 20 Jahren PV-Anlagen im Bezirk und kommt nicht vor. Nicht, weil du schlecht arbeitest, sondern weil auf deiner Website nichts steht, womit Google dich einordnen könnte.

Die Szene ist erfunden, die Situation ist Alltag. Deshalb hier: was auf eine Website für Handwerker gehört, damit Anfragen kommen, was du weglassen kannst, wie viele Seiten ein Betrieb deiner Größe braucht und was das kostet. Die Zahl vorweg: 1.500 bis 3.500 € netto, Festpreis. Der Marktvergleich dazu steht weiter unten. Mit Beispielen aus fünf Gewerken, für Österreich, ohne Technik-Gerede. Ob du Website oder Homepage sagst, ist übrigens egal: gemeint ist dasselbe.

Was „gefunden werden“ für einen Handwerksbetrieb heißt

SEO ist ein Wort, das Agenturen gern auf Rechnungen schreiben. Für deinen Betrieb heißt es nur eines: Wenn jemand in deiner Region nach deinem Gewerk sucht, sollst du auftauchen. Bei Google, im Kartenausschnitt und immer öfter in der Antwort, die ChatGPT oder Google AI liefern, wenn jemand fragt: „Wer macht Wallboxen in Eisenstadt?“

Diese Systeme lesen deine Website und dein Google-Unternehmensprofil. Steht dort klar, was du machst und wo, können sie dich empfehlen. Steht dort „Ihr Partner für alles rund ums Haus“, können sie es nicht. Eine Garantie, dass dich ein bestimmtes System nennt, gibt es nicht. Die Grundlage dafür sind die sieben Bausteine unten.

Seitentitel, Metadaten und die unsichtbaren Angaben im Code, mit denen Google deinen Betrieb als Betrieb erkennt, erledigt der, der die Website baut. Bei uns steckt das im Festpreis, siehe Websites für Handwerker zum Festpreis.

Die 7 Bausteine, die auf eine Handwerker-Website gehören

Vorweg, weil die Frage immer kommt: Nein, du musst nichts davon selber schreiben. Wer eine Handwerker-Website erstellen lässt, muss nur eines wissen: Was gehört auf eine Website, was nicht. Dann kann er die fertige Seite beurteilen.

1. Gewerk und Ort im ersten Satz und im Seitentitel

Der erste Satz auf der Startseite sagt, was du bist und wo. „Elektrotechnik Huber, Elektriker in Oberwart: Hausinstallation, PV, Wallbox.“ Derselbe Satz gehört in den Seitentitel, also in den Text, den Google als blaue Überschrift zeigt. Genau so sucht der Kunde, und genau so liest Google.

Was nicht funktioniert: „Willkommen auf unserer Homepage“ als erste Zeile. Das steht auf erstaunlich vielen Handwerker-Websites in Österreich und sagt niemandem, was du tust. Zum Abschreiben, mit erfundenen Namen: Der Tischler schreibt „Tischlerei Berger, Möbel nach Maß und Innenausbau in Wiener Neustadt“. Der Dachdecker schreibt „Dachdeckerei Fuchs, Steildach, Flachdach und Spenglerarbeiten im Bezirk Mistelbach“.

2. Leistungen als eigene Seiten oder als klare Liste

„Alles rund ums Haus“ bringt keine Anfrage, weil niemand danach sucht. Gesucht wird „Badsanierung Wiener Neustadt“, „Fassade streichen Neusiedl“ oder „Wallbox Oberwart“. Deine Leistungen gehören deshalb einzeln hin: als Liste auf der Startseite oder, ab drei bis vier Kernleistungen, als eigene Seite je Leistung. Ein Installateur mit Notdienst bekommt so eine Seite „Heizung“, eine „Bad und Sanitär“ und eine „Notdienst“ mit der Nummer ganz oben, groß, antippbar. Beim Malerbetrieb heißen die Seiten „Fassaden“, „Innenräume“ und „Spachteltechniken“. Jede davon beantwortet drei Fragen: Was machst du, wo, und wie kommt man zu einem Angebot. Zwei konkrete Absätze reichen dafür.

3. Echte Fotos vom Betrieb und von der Baustelle

Der Mann mit dem weißen Helm und den weißen Zähnen, der auf so vielen Handwerker-Websites lächelt, war noch auf keiner Baustelle in Österreich. Kunden merken das. Was funktioniert: dein Bus vor dem Betrieb, dein Team in der Werkstatt, das fertige Bad, die Fassade vorher und nachher, die PV-Anlage am Dach.

Handyfotos reichen, scharf und bei Tageslicht. Zuschnitt, Farbe und Größe erledigt die Aufbereitung. Wer auf Instagram schon Vorher-Nachher-Fotos hat, hat die Galerie fertig. Zwölf gute Fotos schlagen vierzig mittelmäßige.

4. Kontakt vom Handy aus, in zehn Sekunden

Der Kunde ist am Handy. Also: Telefonnummer antippbar, direkt im Kopfbereich, nicht nur im Impressum. WhatsApp-Button, wenn du WhatsApp im Betrieb nutzt. Ein kurzes Formular mit drei Feldern: Name, Telefon, worum es geht. Dazu das Einzugsgebiet in einem Satz, etwa „Wir arbeiten im Bezirk Neusiedl und im Nordburgenland, bei größeren Projekten auch in Wien.“ Das spart beiden Seiten Zeit, weil der Dachdecker aus dem Weinviertel dann keine Anrufe aus Kärnten bekommt.

5. Bewertungen und Google-Unternehmensprofil, miteinander verknüpft

Neun Google-Bewertungen mit fünf Sternen, die nur im Profil stehen, sind halb verschenkt. Auf die Website damit, als Ausschnitt mit Link zum Profil. Umgekehrt gehört die Website-Adresse ins Google-Unternehmensprofil, und Öffnungszeiten, Telefonnummer und Adresse müssen an beiden Stellen gleich sein. Weichen sie ab, weiß Google nicht, welche Angabe stimmt.

So schaut das beim Elektriker aus: Der Kunde sieht im Kartenausschnitt „4,9 Sterne, 9 Bewertungen“, tippt auf die Website und findet dort dieselben Bewertungen und die PV-Seite. Von der Suche zur Anfrage, ohne Umweg.

6. Eine Seite für Lehrlinge und Mitarbeiter

Nimm eine Tischlerei mit acht Leuten, die seit zwei Jahren einen Lehrling sucht. Das Inserat in der Lehrstellenbörse läuft, der Chef fragt in der Innung herum, beim Schnuppertag kommen zwei Burschen. Einer davon schaut am Abend die Website an, findet ein Foto vom Firmenschild aus 2011 und ein Bewerbungsformular mit Pflichtfeld für den PDF-Lebenslauf. Er hat keinen, er ist sechzehn. Der Betrieb zwei Orte weiter hat eine Karriere-Seite mit einem Foto vom Team in der Werkstatt, drei Sätzen darüber, wie der Tag bei ihnen ausschaut, und einem WhatsApp-Knopf für die Bewerbung. Dort meldet er sich. Lehrlinge und Gesellen schauen zuerst auf die Website, bevor sie sich bewerben. Steht dort nichts für sie, bewerben sie sich seltener, egal wie gut der Betrieb ist. Was so eine Seite braucht, ist wenig: was du suchst, wie der Alltag bei dir ausschaut, ein Foto vom Team, ein Bewerbungsweg über WhatsApp oder ein kurzes Formular. Beim Einzelkämpfer ohne Mitarbeiterpläne kann sie entfallen.

In Österreich sind ein Impressum mit Firmenname, Adresse, Gewerbe und Kammerzugehörigkeit, also deiner WKO-Fachgruppe, sowie eine Datenschutzerklärung Pflicht. Ein Cookie-Hinweis kommt dazu, sobald die Website etwas speichert, was technisch nicht notwendig ist. Fehlt das, kann es Strafe kosten, und Mitbewerber können dagegen vorgehen. Und gewerbliche Auftraggeber wie Hausverwaltungen oder Baumeister schauen als Erstes, ob das Impressum stimmt. Ohne wirkt ein Betrieb für sie „nicht richtig“, so gut die Arbeit auch ist.

So wie du kein Bad ohne Abdichtung baust, bauen wir keine Website ohne Rechtstexte. Bei den Seitenschleifern zählen sie nicht zum Seitenlimit. Die Daten dafür bestätigst du, Rechtsrat geben wir keinen.

Alle sieben auf einen Blick:

BausteinBringt Anfragen, weilBeispiel aus dem Gewerk
Gewerk und Ort im ersten SatzGoogle und KI-Assistenten dich einordnen könnenElektriker: „Elektriker in Oberwart: PV, Wallbox, Hausinstallation“
Leistungen einzelnKunden die konkrete Leistung suchenInstallateur: Heizung, Bad, Notdienst als drei Seiten
Echte FotosKunden den echten Betrieb erkennenMaler: Fassade vorher und nachher, vom Handy
Kontakt vom Handyder Anruf sofort passiert oder gar nichtDachdecker: Nummer im Kopfbereich, Einzugsgebiet Weinviertel
Bewertungen und Google-ProfilVertrauen vor dem ersten Anruf entstehtElektriker: 9 Bewertungen auf Website und im Profil
Lehrlings- und MitarbeiterseiteBewerber zuerst die Website anschauenTischlerei: Lehrlingsseite mit WhatsApp-Bewerbung
Rechtstextesie Pflicht sind und gewerbliche Kunden sie prüfenImpressum, Datenschutz, Cookie-Hinweis, jedes Gewerk

Was nicht auf eine Handwerker-Website muss

Jetzt die andere Liste, die dir Geld und Nerven spart. Vieles, was Anbieter gern dazuverkaufen, bringt einem Handwerksbetrieb nichts:

  • Onlineshop. Du verkaufst Arbeit vor Ort, keine Artikel mit Warenkorb.
  • Kundenlogin. Niemand will sich beim Installateur einloggen.
  • Newsletter. Du hast keine Zeit, ihn zu schreiben, und der Kunde braucht dich alle paar Jahre, nicht jeden Monat.
  • Blog ohne Zeit dafür. Zwei Beiträge aus 2021 wirken schlechter als gar keiner.
  • Chatbot. Er beantwortet keine Frage, die nicht ohnehin auf der Seite steht, und der Kunde will sowieso anrufen.
  • Animationen und Effekte. Bremsen die Seite am Handy und lenken vom Wesentlichen ab: der Telefonnummer.
  • „Aktuelles“, das niemand pflegt. Ein Bereich, dessen letzter Eintrag drei Jahre alt ist, schadet mehr, als er nützt.
  • Vereins- und Familienfotos ohne Bezug. Der Feuerwehrball ist schön, gehört aber auf Facebook, nicht auf die Leistungsseite.

Das ist reine Rechnerei. Jeder Baustein, den du nicht brauchst, kostet Geld beim Bau und Zeit in der Pflege. Am Handy lenkt er außerdem vom Anruf ab. Gutes Webdesign für Handwerker ist deshalb vor allem eines: aufgeräumt. Und der Neffe, der das alles eingebaut hat, studiert inzwischen in Graz und hat das Passwort nicht mehr.

Wie viele Seiten ein Handwerksbetrieb braucht

Die ehrliche Antwort: weniger, als die meisten Anbieter verkaufen wollen. Die Seitenzahl hängt davon ab, wie viele Leistungen du hast und ob du Leute suchst. Das Gewerk spielt dabei kaum eine Rolle.

BetriebWas reichtBeispielFestpreis netto
Einzelunternehmer mit einer klaren LeistungEine Seite mit bis zu sechs Bereichen: Kopf, Leistungen, über dich, bis zu 8 Fotos, Kontakt, EinzugsgebietInstallateur, allein unterwegs, Heizung und Notdienst1.500 €
Betrieb mit Team, mehrere LeistungenAlles aus der Zeile darüber, dazu bis zu 3 weitere Seiten wie Über uns oder Team und bis zu 3 Leistungsseiten, recherchiert auf echte Suchbegriffe aus deiner Region, bis zu 24 Fotos, Google-Unternehmensprofil verknüpftMalerbetrieb mit Fassaden, Innenräumen und Spachteltechniken2.400 €
Mitarbeitersuche, viele Leistungen und ProjekteAlles aus der Zeile darüber, dazu bis zu 5 weitere Seiten statt 3, jede Leistung mit eigener Seite, bis zu 3 recherchierte Ratgeber-Seiten, eine davon kann sich auf deinen Standort beziehen, bis zu 10 Projekte mit eigener Vorschau, Karriere mit bis zu 3 Stellenanzeigen und BewerbungsformularElektrobetrieb mit 7 Leuten, der Lehrlinge und PV-Kunden sucht3.500 €

Recherchiert heißt: Wir schauen vorher nach, wonach in deiner Region gesucht wird, und richten die Seite danach aus. Im Paket um 2.400 € sind das die Leistungsseiten. Im Paket um 3.500 € kommen bis zu drei Ratgeber-Seiten dazu, eine davon kann sich auf deinen Standort beziehen. Eine Seite mehr ist keine Leistung, wenn niemand danach sucht. Gibt die Recherche nur zwei sinnvolle Ratgeber-Themen her, bekommst du zwei Ratgeber und nicht drei mit Fülltext. Falls du das dem Chef in einem Satz erklären musst: eine Seite um 1.500 €, mehrere Seiten mit recherchierten Leistungsseiten um 2.400 €, dazu Ratgeber, Projekte und Karriere um 3.500 €, alles Festpreis.

Was bei 1.500 bis 3.500 € selbstverständlich sein sollte

Für unsere Marktrecherche haben wir die Leistungslisten von 13 Anbietern in Österreich und Deutschland verglichen, die Websites für Handwerker in diesem Preisband bauen (Stand 15.09.2026). Durchgehend enthalten, also nichts, wofür du extra zahlen solltest:

  • Für Handys optimiert, SSL (das Schloss in der Adresszeile), kurze Ladezeit
  • Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Hinweis, datenschutzkonformes Kontaktformular
  • Basis-SEO: Seitentitel, Metadaten, lokale Suchbegriffe
  • Google-Unternehmensprofil einrichten oder verknüpfen
  • Galerie, Leistungsseiten, Kontaktstrecke mit antippbarer Nummer oder WhatsApp
  • 1 bis 3 Korrekturrunden
  • Domain und Hosting eingerichtet, Website und Domain gehören dir
  • Lieferzeit bei Festpreis-Studios meist 7 bis 14 Tage

Uneinheitlich sind die Texte: Ab etwa 2.000 € meist enthalten, darunter oft Aufpreis. Nicht erwarten solltest du Logo, Fotoshooting, zweite Sprache, Online-Terminbuchung, Blog-Betrieb und laufende SEO-Arbeit. Das kostet überall extra.

Bei den Seitenschleifern steckt das ab 2.400 € drin, mit vier Punkten, die wir lieber vorher sagen: Ein bestehendes Google-Unternehmensprofil verknüpfen wir, ein neues legen wir für 300 € an. Das Hosting ist nicht im Paketpreis: ab 15 € im Monat, mit bis zu 30 Minuten Änderungen pro Monat 50 €. Die Domain bleibt in deinem Konto. Die Einstellungen dafür machst du nach unserer Anleitung, oder wir erledigen das für 50 € je halbe Stunde. Und Impressum und Datenschutz bauen wir als Seiten, die Angaben dafür bestätigst du. Bei der Ein-Seiten-Website um 1.500 € fehlen die Leistungsseiten, die Suchbegriff-Recherche und das Verknüpfen mit dem Google-Unternehmensprofil, weil eine Seite dafür zu wenig Platz hat. Handy-Design, Impressum- und Datenschutz-Seite, Kontaktformular, Anruf-Knopf und saubere, schnelle Technik sind auch dort dabei. In allen drei Größen: Texte aus deinen Angaben, 2 gebündelte Korrekturrunden, Livegang 10 Werktage nach Zahlung und vollständigen Inhalten. Wir nutzen dafür KI, und wir sagen das offen. Deshalb kostet die Website mit recherchierten Leistungsseiten 2.400 € und nicht 6.000 €. Was die KI nicht kann: wissen, was deinen Betrieb ausmacht. Fotos und Fakten kommen von dir, die Idee je Website kommt vom Menschen, Technik und Sicherheit prüft ein Mensch.

Der Ablauf im Detail steht auf der Seite So läuft’s bei Seitenschleifer, die Marktpreise dahinter im Ratgeber was eine Website in Österreich wirklich kostet.

Deine Website fertig sehen, bevor du zahlst

Du musst nichts vorbereiten und nichts schreiben. Du sagst uns in zwei Minuten, was dein Betrieb macht und wo, und schickst ein paar Handyfotos. Wir bauen die Website komplett, mit allen sieben Bausteinen und ohne den Kram aus der zweiten Liste.

Spätestens am nächsten Werktag meldet sich Pascal bei dir, zwei Werktage nach dem Telefonat bekommst du den Link zu deiner fertigen Website. Passt sie, zahlst du den Festpreis. Passt sie nicht, kostet es nichts.

Zeig mir meine Webseite

Die Seitenschleifer bauen Websites für Handwerksbetriebe in ganz Österreich, wir sitzen im Burgenland. Zahlen und Anbieter in diesem Ratgeber: Stand September 2026, ohne Gewähr, Quellen auf Anfrage.

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Zwei Minuten Anfrage, zwei Werktage nach dem Telefonat siehst du deine fertige Webseite. Kostet nichts, verpflichtet zu nichts.